15.02.2019
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Blog Tag Eins: für eine Woche Männerhaushalt

Mama aus dem Haus-es fliessen Tränen, aller Abschied ist schwer... Die Jungs können sich die Dauer noch nicht richtig vorstellen.
Der Kleinste (6 Monate) hat Hunger, bekommt seinen von Papa gemachten Bananenbrei- geht dann ins Bett, weint sich in den Schlaf oder so..
Denn die Grösseren kämpfen um die Hirarchie- Männerkräftemessen halt.
Znünipause mit leckerem Butterzopf und selbstgemachten Schoggistengeli.
Kinder spielen, Lino schläft -Papa liest Zeitung... Wow toll Hausmann zu sein.

Oh was steht denn an- Mittagessen... mhhh , was koche ich blos?
Noch einen kurzen Blick in unseren Wohnraum zum Glück sieht es Keine/r.

„Papa chom cho luege“
„jo chome grad“ (wie oft sagt man dies an einem Tag zu den Kindern?)

Nach einem kurzen „Hoselupf“ auf dem Bett zu viert (Ausbeute: Zwei weinen und zwei nicht) haben wir uns aufgeteilt... Sven und Papa kochen Spaghetti Carbonara. Yann und Lino spielen zu oberst im Haus mit.... Ich weiss es ja nicht, bin ja in der Küche.

Essen fertig, alle da, e Guete, Bäuche voll... Yann und Sven gehen wieder nach oben mit der Anweisung: „nicht streiten“ Papa und Lino machen die Küche sauber. Abwaschen, abtrocknen, Boden wischen, etc. die Meisten wissen ja, wie dies so geht.

Oh.. höre ich da was von oben, uh ja, das mit dem „nicht streiten“ hat wohl nicht ganz geklappt. Lino unter den Arm und ab nach oben. Schlichten und zuhören, mhh... leider bin ich kein Dedektiv und Hellseher und somit ist mir nicht klar, wer angefangen hat oder wer was gemacht hat. Ist ja auch
egal...

Lino weint, er wird Hunger haben. Brei wärmen und dann füttern. Die Grossen? 
Aufräumen und dann zur Belohnung etwas TV schauen.

Jetzt ab ins Hallenbad, aber zuerst organisieren, dass Lino zu Grosi kann. 
Sollte klappen. Sieht gut aus.

Packen fürs Baden, packen für Lino, haben wir alles? Ach den Kinderwagen noch einladen, ui... fast hätte ich den „Schoppen“ für den Kleinsten vergessen. Nochmals Treppe hoch in den 2.Stock und wieder runter. Die Grossen zwängeln schon ewigs rum „gehen wir jetzt endlich“,   „mann, Paaapppiiiii...“ Nun sollte ich alles haben und dann ab zu Grosi und Babbo (Grosspapi) Da angekommen und schon bemerkt die Jacke für Lino vergessen zu haben. Es sollte trotzdem gehen ein „Wollejäggli“ hat er ja an. Dies sollte reichen um trotzdem einen Spatziergang machen zu können.

Babbo kommt nun auch mit ins Hallenbad, perfekt.. Da angekommen wollen die Jungs sofort ins Wasser und auf die Rutschbahn. Es macht riesig Spass.

Auch immer wieder das Schwimmen üben, denn wir möchten es ja nicht versäumen auch dies unseren Jungs so früh wie möglich beizubringen.

Ach eigentlich sollten sie ja schon alles können. Immer früher, immer besser, ständige Vergleiche mit anderen Kindern, oh was müsst Ihr lieben Mütter und Väter euch da immer Rechtfertigen und Anhören. Es ist mir ein Graus.

Aber wisst Ihr was: scheisst drauf. Ihr macht es alle sicher gut und liebt Eure Kinder.

Wieder zu Hause, Kartoffeln kochen für ein leckeres Raclette. In der Zwischenzeit die Badesachen in die Waschmaschine und starten. Mhh... Geht nicht. kein Strom drauf. Was nun? Die Sicherungen kontrollieren, nichts gefunden, sonst funktioniert anscheinend alles noch. Kann und Muss warten...

Zur Bemerkung, ich habe nun Kopfschmerzen und drei müde Jungs im Haus. Das Essen verläuft gut, zum Glück... mhh, nochmals nach der Maschine schauen, immer noch kein Strom drauf... Scheiss drauf...

So bald ist schlafens Zeit, auch ich bin müde. Die Grossen müssen Zähne putzen und den Pijama anziehen. Hände waschen auch nicht vergessen.
Oh der Mittlere kann sein Pullover nicht ausziehen, aber vor dem Baden, konnte er es ratz fatz?? Ich kann nicht helfen, gebe Lino gerade den Schoppen und der Grösste schaut mir zu.
Mhh... Durchatmen und ruhig bleiben... Alles wird gut.
Noch die Fragen beantworten. Wann kommt Mami wieder? Wo ist sie jetzt? Ist Nonno schon gelandet? und noch unzählige mehr.

Aber siehe da, alle sind nun am Schlafen. Huch dies ging heute wirklich vorbildlich. Ich gehe nun auch ins Bett. Ach einer weint schon, ja dann gehe ich doch noch nicht ins Bett.

Auf jede Fall vermisse ich meine Frau sehr. Wow, was du alles machst den ganzen Tag. Unglaublich, ich ziehe den Hut vor Dir.
Ich liebe Dich.

Freundliche Grüsse aus der Piraten-Bäckerei Sollberger
Captain Tscheggee
Kevin Sollberger