03.02.2020
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Zweite Staffel "eine Woche Männerhaushalt", vierter Tag

Wie verlief auch die Nacht? Mhh, passiert es euch auch ab und zu, dass Ihr gar nicht mehr wisst, was alles passiert ist? Mir geht es gerade so, denn der Tag war voller Erlebnisse.

Nun wir waren um 7.00 Uhr in etwa wach und haben unsere Morgenrituale erledigt. Danach gingen wir nacht unten und frühstückten. Heute nicht mehr ganz so ausgiebig wie gestern, aber es muss ja auch nicht jeden Tag gleich sein.

Heute stand ich vor der Herausforderung mit drei Kindern auch noch zu arbeiten. Etwas Büro wie jeden Tag und dann machte ich mich zum Abkochen der Kirschstengeli. Yann und Sven waren oben am Spielen und Lino bei mir. Klappte ganz gut, Yann kam immer mal wieder und sagte: «Papi, mer esch langwiilig.» Nun meine Antwort wirklich gut (aus meiner Sicht auf jeden Fall) «Yann ihr habt ja so viele Spielsachen und wisst nicht was Spielen, dann legt mir alle Spielsachen hin, so können wir diese verschenken» hahaha, geil oder? Oh, dass wollten Sie dann auch nicht, auf jeden Fall klappte das alleine Spielen ab sofort super.

Lino war so müde, dass ich Ihn noch vor dem Mittag wieder ins Bett legte um zu schlafen. Er macht bestimmt gerade einen Wachstumsschub, deshalb ist er so müde. Diesen Satz habe ich schon gefühlte 1000x gehört. Aber vielleicht stimmt es ja auch.

Auf jeden Fall kam noch Karin vorbei, sie ist aus Chile und wird uns die nächsten Tage in der Backstube über die Schultern schauen. Wir freuen uns sehr, es wird bestimmt für alle sehr spannend. Was wir nicht alles immer erleben dürfen. Einfach unglaublich cool.

Wir haben noch Scherter und Schutzschilder gebastelt aus Karton. Kreativ angemalt und natürlich durfte der Ritterkampf nicht fehlen. Es dauerte so lange bis der erste geweint hat, dann der Schiri den Kampf abgebrochen.

Kurz vor dem Mittag rief noch unser Bäcker an und sagte, dass er im Spital sei. Wir wünschen dir schnelle Genesung. Nun es sollten am Dienstagmorgen trotzdem genug Bäcker/innen in der Backstube sein, ohne dass ich auch aushelfen darf.

Als Mittagessen gab es Toast Hawai, Randen- und Maissalat. Tipp topp, das passte.

Lino war nun auch wieder wach, und wir durfte Ihn zu Nona bringen. So konnten die Grösseren und ich in die Eishalle. Wir spielten den ganzen Nachmittag Eishockey mit vielen anderen Kindern und wir freuten uns, dass wir Markus mit Laurin getroffen haben. Yann war mit Laurin letzten Winter in der Hypi-Eishockeyschule vom SC Reinach. Laurin spielt immer noch im Verein und Yann/Sven sind beim FC Gontenschwil dabei. Yann und auch Sven machten es sehr gut. Auf jeden Fall waren sie mächtig stolz auf Ihre erzielten Tore. Es machte einfach grossen Spass heute Nachmittag.

Ein grösserer Spieler hatten leider zu viel Eigensinn und spielte den Kleineren nie ab. Solche Dinge ärgern mich. Als ich Ihn darauf angesprochen habe, er war bei einem Match in meinem Team, meinte er nur, er wisse nicht welche von den Kleinen bei uns im Team seien. Als ich ihm sagte, grosse Persönlichkeiten sehen Ihre Mitspieler und können diese noch besser machen. Verstand er mich erst gar nicht mehr. Schade.

Es macht doch grosse Freude, ab und zu die Kleineren Tore schiessen zu lassen, damit diese Freude am Sport bekommen. Und sind wir ehrlich, wenn du so gut bist, musst du nicht im freien Eislauf hoffen, dass du entdeckt wirst für ein NHL Team, dann wäre es schon längst passiert.

Am Abend gingen wir noch rasch ins Hallen-Training der Senioren vom FC Gontenschwil. Da bin ich Spielertrainer, also diese Saison bis jetzt mehr Trainer als auch Spieler. Yann und Sven durften noch etwas mitspielen und danach gingen wir nach Hause.

Kurzer Check ums Haus, da ja ein Sturm in der Nacht kommen sollte, dass es nichts wegbläst. Sollte alles ok sein. Hoffe ich auf jeden Fall. Sonst sehen wir es dann morgen.

Das Nachtessen wurde genossen und dann standen unsere Dehnübungen auf dem Programm, wie jeden Abend. Die Zeit war schon etwas fortgeschritten und wir mussten noch unter die Dusche. Da machten sie nur noch Seich. Sie lachten immer, weil sie so müde waren. Ich drängte langsam aber sicher zum Vorwärts machen. Musste mir eingestehen, den Tag fast etwas überladen zu haben.

Zähne putzen, Pjama anziehen und ab ins Bett. Die tollen Erlebnisse von unserem Tag erzählen und dann sind sie wunderbar eingeschlafen. Mir war es recht, denn ich durfte noch in die Backstube, rasch alles kontrollieren und bereit machen für den nächsten Tag. Es ist einfach ein grossen Privileg, wenn man etwas tun darf, dass einem grossen Spass macht. Habt den Mut, eure Wünsche/ Träume/ Ziele zu verfolgen. Nicht auf dein Wissen kommt es an, sondern auf deine Taten. Unsere Zeit auf dieser Erde ist begrenzt, also nutzt diese Zeit. Glaubt mir, ich hatte schon viele Ideen und einige davon umgesetz. Und wenn ich das kann, kannst du es auch. Ich unterstütze dich gerne auf deinem Weg, wenn du das möchtest. Go for it.

Dann telefonierte ich mit meinen Eltern, Betreff Arbeitseinsatz für morgen und wir waren uns einig, dass genügend Bäcker-Konditoren-Kräfte vorhanden sind auch ohne den ausgefallenen Mitdenker. Natürlich haben wir auch private Erlebnisse einander erzählt. Wir sprechen nicht nur über das Unternehmen.

Zwei Offerten dufte ich noch machen, herzlichen Dank fürs Vertrauen in den Piraten-Beck. Dann noch einige Zahlungen kontrollieren. 

Ich sitze nun hier mit einem feinen Beruhigungs-Tee und hoffe, dass dieser etwas nützt fauf die Nacht.

Geniesst das Leben, Euer Blogger und Piratenbeck Captain Tschegge Kev

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